Gartenprofi enthüllt: Diese eine Eigenschaft entscheidet über Leben oder Tod Ihrer Hecke

Der Moment, in dem ein Gartenbesitzer einen neuen Strauchschneider auswählt, entscheidet über Jahre täglicher Erfahrung – angenehmer oder mühsamer, effizient oder frustrierend. Die scheinbar technischen Parameter wie Klingenlänge, Motorleistung, Gewicht und Vibration sind in der Praxis mehr als nur Zahlen. Sie bestimmen über Präzision, Sicherheit und körperliche Belastung.

Wer den falschen Strauchschneider kauft, verschwendet nicht nur Geld, sondern riskiert auch die Gesundheit seiner Hecken. Unsaubere Schnitte können zu Rissen in der Rinde führen, durch die Pilze und Feuchtigkeit eindringen – ein Problem, das sich oft erst Monate später zeigt, wenn braune Stellen oder abgestorbene Äste sichtbar werden.

Der verbreitetste Irrtum? Je größer das Schwert, desto besser. Doch wie in vielen Disziplinen gilt auch hier: Leistung und Kontrolle stehen in Spannung zueinander. Die Balance zwischen Reichweite und Handhabbarkeit entscheidet über die tatsächliche Arbeitsqualität im Garten. Ein zu langes Schwert mag auf den ersten Blick produktiver wirken, führt in der Realität aber oft zu ermüdenden Ausgleichsbewegungen und unpräzisen Schnitten.

Die Industrie bietet heute eine verwirrende Vielfalt an Modellen: von kompakten Elektrogeräten für kleine Buchsbaumhecken bis hin zu benzinbetriebenen Profimaschinen für ausgedehnte Grundstücke. Jedes Segment hat seine Berechtigung, doch nur wer die grundlegenden Zusammenhänge versteht, trifft die nachhaltige Kaufentscheidung.

Warum Motorleistung und Klingenlänge über Schnittqualität entscheiden

In den technischen Daten der Strauchschneider finden sich meist zwei Werte ganz oben: die Leistung in Watt und die Schwertlänge in Zentimetern. Beide sind ausschlaggebend, aber in direkter Beziehung zueinander zu verstehen.

Die Wahl der richtigen Kombination beginnt mit einer ehrlichen Einschätzung der eigenen Gartensituation. Wer vorwiegend weiche, frische Triebe schneidet, benötigt eine völlig andere Maschinenkonfiguration als jemand, der mit verholzten, mehrjährigen Ästen kämpft. Die Astdicke bestimmt dabei nicht nur die notwendige Motorleistung, sondern auch die erforderliche Zahngeometrie der Klinge.

Ein Modell mit 500–600 Watt und einer Klingenlänge von 50–60 cm wird in der Praxis häufig für mittelgroße Hecken mit Ästen unter drei Zentimetern Durchmesser eingesetzt. Diese Konfiguration liefert in diesem Anwendungsbereich ausreichend Schlagenergie, um glatte Schnitte zu erzeugen, ohne dass die Maschine überhitzt oder die Klinge blockiert.

Wichtig ist hier das Zusammenspiel aus Drehmoment und Klingenreibung: Zu wenig Leistung bei zu hohem Widerstand erzeugt unsaubere Schnittflächen. Das Holz wird dabei nicht sauber durchtrennt, sondern eher gequetscht – die Folge sind ausgefranste Schnittstellen, an denen sich Bakterien und Pilze leichter ansiedeln können. Dieser Effekt wird besonders bei feuchtem Wetter oder im Frühjahr deutlich, wenn die Pflanzen im Saft stehen.

Bei dickeren Ästen über drei Zentimeter beginnt die Mechanik vieler Standardgeräte an ihre Grenzen zu stoßen. Die Reibung zwischen Zahn und Holz steigt exponentiell, wodurch Motoren mit geringerer Leistung langfristig verschleißen. Für Hecken aus Hainbuche, Liguster oder Buchsbaum genügt also ein leichteres Gerät, während Thuja oder Lorbeer bei verholzten Trieben deutlich mehr Power fordern.

Die Materialstruktur verschiedener Gehölze spielt eine unterschätzte Rolle. Nadelgehölze wie Thuja haben durch ihre faserige Struktur und das harzhaltige Gewebe ganz andere Anforderungen als Laubgehölze. Das Harz setzt sich in den Schneiden fest, erhöht die Reibung und kann bei unzureichender Motorleistung zum Blockieren führen.

Eine praktische Orientierung: Ein zu starkes Gerät ist selten problematisch, ein zu schwaches immer. Denn ein kräftiger Motor bedeutet saubere Schnitte mit weniger Rückstoß und kürzerer Einsatzzeit, selbst wenn man ihn gedrosselt betreibt. Die Reserven werden spürbar, wenn man versehentlich in einen dickeren Ast gerät oder wenn das Holz besonders trocken und hart ist.

Das Gewicht des Strauchschneiders: was die Zahlen über Ergonomie verraten

Nach einer halben Stunde Heckenarbeit tritt das eigentliche Kriterium zutage – Ergonomie. Motorleistung und Klingenlänge mögen auf dem Papier überzeugen, doch wenn das Gerät mehr als vier Kilogramm wiegt, verwandelt sich präzises Schneiden in Muskeltraining. Was in den ersten Minuten noch problemlos erscheint, entwickelt sich nach zwanzig Minuten zu einer spürbaren Belastung für Schultern, Unterarme und Handgelenke.

Die Kraftverteilung im Körper spielt dabei eine überraschend wichtige Rolle. Die Biomechanik des menschlichen Arms ist auf das Heben und Tragen von Lasten nahe am Körper optimiert – nicht auf das Halten ausgestreckter Gewichte über Kopfhöhe. Bei Heckenschnitten in verschiedenen Höhen und Winkeln werden Muskelgruppen beansprucht, die im Alltag wenig trainiert werden.

Ein ausgewogener Strauchschneider mit optimal positioniertem Schwerpunkt – idealerweise zwischen Griff und Motor – kann die ergonomische Belastung erheblich reduzieren. Modelle mit schlechter Balance führen hingegen dazu, dass Anwender den Druck kompensieren und unwillkürlich schräg schneiden. Das Ergebnis sind ungleichmäßige Flächen, die man später mühsam nachkorrigieren muss. Die Ermüdung führt nicht nur zu unsauberer Arbeit, sondern erhöht auch das Unfallrisiko.

Ein weiterer technischer Aspekt ist die Vibrationsdämpfung. Moderne Geräte setzen verschiedene Technologien ein, um die Übertragung von Schwingungen auf die Hände zu minimieren. Dies kann durch Gegengewichte, spezielle Gummilager zwischen Motorblock und Griffschiene oder durch elektronische Schwingungskompensation geschehen.

Das klingt zunächst nebensächlich, doch bei häufigem Einsatz wird der Unterschied deutlich spürbar. Intensive Vibrationen können zu Durchblutungsstörungen führen, Taubheitsgefühlen und im Extremfall zu dauerhaften Schädigungen der Nerven und Blutgefäße – ein Phänomen, das in der Arbeitsmedizin als Vibrationssyndrom bekannt ist. Wer seinen Strauchschneider regelmäßig nutzt, sollte diesen Aspekt nicht unterschätzen.

Ein gut konstruiertes Gerät muss sich im Balancepunkt halten lassen – legt man es auf zwei Finger an der Mittelachse, sollte es weder zur Klinge noch zum Motor kippen. Dieses einfache Testverfahren zeigt in Sekunden, ob das Modell ergonomisch durchdacht ist. Im Fachhandel lohnt es sich, verschiedene Modelle tatsächlich in die Hand zu nehmen und einige Schnittbewegungen zu simulieren, bevor man sich entscheidet.

Die Griffposition sollte zudem flexibel einstellbar sein, um verschiedene Schnittwinkel zu ermöglichen. Beim Schneiden der Heckenoberseite benötigt man eine andere Handhaltung als beim Bearbeiten der Seiten oder beim Formschnitt in Bodennähe. Modelle mit drehbarem oder schwenkbarem Griff bieten hier deutliche Vorteile, werden aber oft übersehen.

Elektromotor oder Benzinantrieb: die eigentliche Entscheidung liegt in der Arbeitsumgebung

Die Diskussion zwischen Elektro-Strauchschneider und Benzinmodell wird meist über die Leistungsfrage geführt, dabei geht es in Wahrheit um Kontext und Anwendungsbedingungen. Die technologische Entwicklung der letzten Jahre hat die Leistungsunterschiede weitgehend nivelliert – heute stehen primär praktische Überlegungen im Vordergrund.

Ein Elektromotor bietet im unteren Drehzahlbereich typischerweise ein hohes Drehmoment und bleibt dabei nahezu vibrationsfrei. Für Gärten in Wohngebieten sind diese Modelle besonders geeignet, da sie deutlich leiser sind und keine Abgase ausstoßen. Die Geräuschentwicklung liegt meist deutlich unter der von Benzinmodellen, was nicht nur die Nachbarn schont, sondern auch die eigene Lärmbelastung reduziert.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Wartungsfreundlichkeit. Elektromodelle benötigen keinen Ölwechsel, keine Zündkerzenwartung und keinen Vergaserabgleich. Die Inbetriebnahme erfolgt per Knopfdruck, ohne Anreißen oder Startprobleme bei kaltem Motor. Das Risiko von Überhitzung ist gering, solange die Lüftungsschlitze nicht mit Staub oder Harz verstopfen – eine einfache Reinigung nach jedem Einsatz genügt.

Die Limitierung liegt in der Reichweite. Bei kabelgebundenen Modellen ist die Bewegungsfreiheit durch die Kabellänge begrenzt, was in großen Gärten zum Problem werden kann. Verlängerungskabel bringen zusätzliches Gewicht und Stolperfallen mit sich. Akkubetriebene Elektromodelle lösen dieses Problem, bringen aber je nach Akkukapazität begrenzte Betriebszeiten mit sich.

Benzinbetriebene Strauchschneider punkten dort, wo Bewegungsfreiheit absolut zählt – etwa auf großen Grundstücken, bei Grundstücken ohne nahe Steckdose oder bei professionellem Einsatz über mehrere Stunden. Sie sind typischerweise robuster konstruiert, aber auch gewichtiger und erzeugen mehr Lärm sowie stärkere Vibrationen. Die Abhängigkeit von Zündkerze, Luftfilter und korrekter Benzin-Öl-Mischung bringt Wartungsbedarf mit sich, den manche Nutzer unterschätzen.

Der Benzinmotor reagiert empfindlich auf längere Standzeiten. Reste von Kraftstoff im Vergaser können verharzen und zu Startproblemen führen. Wer sein Gerät nur saisonal nutzt, sollte vor der Einlagerung den Tank leeren und den Motor trockenlaufen lassen. Diese zusätzlichen Pflegemaßnahmen mögen umständlich wirken, sind aber für die Langlebigkeit des Geräts entscheidend.

In vielen Fällen ist die Kombination aus beiden Lösungen sinnvoll: ein netzgebundenes Gerät für präzise Arbeiten nahe am Haus und ein tragbares Modell für den äußeren Gartenbereich oder schwer zugängliche Stellen. Wer diese Doppelstrategie verfolgt, investiert zwar mehr, gewinnt aber maximale Flexibilität.

Das unterschätzte Element: Griffdesign und Sicherheitssysteme

Viele Geräte sehen auf den ersten Blick identisch aus, doch der Griff ist das ergonomische Herzstück, das über Komfort und Sicherheit entscheidet. Ein gut designter Griff erlaubt eine neutrale Handhaltung, in der sich Ellenbogen und Handgelenk in einer Linie befinden. Genau dort entscheidet sich, ob man nach zehn Minuten Ermüdung verspürt oder ob man problemlos längere Arbeitsphasen durchhält.

Die ergonomische Forschung hat gezeigt, dass abgewinkelte Handgelenke die Kraft der Unterarmmuskulatur um bis zu 30 Prozent reduzieren. Was zunächst als theoretisches Detail erscheint, macht sich in der Praxis durch schnellere Ermüdung und erhöhtes Risiko für Sehnenscheidenentzündungen bemerkbar. Professionelle Landschaftsgärtner, die täglich mehrere Stunden mit Heckenscheren arbeiten, wissen um die Bedeutung ergonomischer Griffe.

Wichtig ist auch die Beschaffenheit der Oberfläche. Rutschfeste Gummierungen mit Mikrostruktur verhindern, dass Handschuhe abrutschen, wenn Schweiß oder Regen hinzukommen. Die Griffigkeit muss auch bei feuchten Bedingungen erhalten bleiben – ein oft unterschätzter Sicherheitsaspekt. Glatte Kunststoffgriffe mögen gepflegt aussehen, werden aber bei Nässe zur Gefahr.

Einige Hersteller setzen auf asymmetrische Griffformungen, die beim vertikalen Schneiden – etwa bei Seitenschnitten – den Winkel kompensieren. Diese Anpassung mag wie ein kleines Detail erscheinen, ist aber entscheidend für gleichmäßige Konturen und reduzierte Gelenkbelastung. Wer regelmäßig hohe Hecken schneidet, profitiert von solchen durchdachten Lösungen erheblich.

Bei der Sicherheit ist darauf zu achten, dass das Gerät zwei unabhängige Schalter besitzt, die gleichzeitig gedrückt werden müssen. Dieses Zwei-Hand-Sicherheitssystem, auch Dead-Man-Switch genannt, verhindert ungewollte Starts und sorgt dafür, dass die Maschine sofort stoppt, wenn auch nur eine Hand den Griff loslässt. Solche Systeme sind heute Standard, unterscheiden sich aber in ihrer Zuverlässigkeit.

Eine elektronische Schnellbremse, die die Klingen in weniger als einer Sekunde zum Stillstand bringt, reduziert das Verletzungsrisiko erheblich. Ältere mechanische Bremssysteme benötigen oft mehrere Sekunden – wertvolle Zeit, in der Unfälle passieren können. Moderne elektronische Systeme unterbrechen die Stromzufuhr bei Griffverlust sofort und aktivieren gleichzeitig eine mechanische Bremse.

Der Handschutz, oft als einfacher Metallbügel ausgeführt, sollte robust dimensioniert sein und weit genug von der Klinge entfernt liegen. Bei Rückschlägen oder beim Arbeiten in dichtem Geäst bietet er den einzigen Schutz für die Finger. Modelle mit zu schmalem oder schlecht positioniertem Handschutz erhöhen das Verletzungsrisiko unnötig.

Wie die Wahl des Strauchschneiders langfristig Wartungsaufwand und Energieverbrauch beeinflusst

Ein qualitativ hochwertiger Strauchschneider muss nicht nur gut schneiden, sondern seine Klinge auch über Jahre hinweg scharf halten. Die Lebensdauer der Messer hängt stark von der Materialqualität, der Wärmebehandlung und der Art der Schmierung ab. Hochwertige Klingen werden aus gehärtetem Stahl gefertigt und oft mit speziellen Beschichtungen versehen, die Reibung und Korrosion minimieren.

Gehärteter Stahl mit Teflonbeschichtung oder ähnlichen Oberflächenveredelungen reduziert die Haftung von Pflanzenharzen und Säften deutlich. Das macht sich besonders bei harzigen Nadelhölzern bemerkbar – die Klinge bleibt länger sauber und schneidet gleichmäßiger. Gleichzeitig verlängern sich die Intervalle zwischen notwendigen Reinigungen.

Wartung ist kein bloßes Nachdenken über Öl und Ersatzteile – sie bestimmt die Energieeffizienz des gesamten Systems. Eine stumpfe oder verschmutzte Klinge erhöht den Widerstand beim Schneiden erheblich. Der Motor muss mehr Kraft aufwenden, läuft länger unter Last und verbraucht entsprechend mehr Energie. Bei Elektrogeräten schlägt sich das in höherem Stromverbrauch nieder, bei Benzinmodellen in erhöhtem Kraftstoffverbrauch.

Dieser Effekt wird von vielen Nutzern unterschätzt. Ein Gerät, das mit scharfer Klinge effizient arbeitet, kann mit stumpfer Klinge zum Energiefresser werden. Gleichzeitig steigt die Belastung für den Motor, was den Verschleiß beschleunigt und die Lebensdauer verkürzt. Regelmäßige Wartung ist also nicht nur eine Frage der Schnittqualität, sondern auch der Wirtschaftlichkeit.

Grundpflege und Wartungsroutine

Zur Grundpflege gehören mehrere Schritte, die nach jedem Einsatz oder in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden sollten:

  • Nach jedem Einsatz Harzreste und Pflanzenrückstände mit einem milden Lösungsmittel oder Spezialreiniger entfernen
  • Schneidflächen leicht ölen, um Korrosion durch Feuchtigkeit zu verhindern und die Gleitfähigkeit zu erhalten

Diese Routine mag zunächst aufwendig erscheinen, wird aber schnell zur Selbstverständlichkeit. Der Zeitaufwand beträgt selten mehr als fünf bis zehn Minuten pro Einsatz, verlängert die Lebensdauer des Geräts jedoch um mehrere Jahre und erhält die Schnittqualität konstant auf hohem Niveau.

Ein weiterer oft übersehener Aspekt ist die Lagerung. Strauchschneider sollten trocken, staubfrei und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt werden. UV-Strahlung macht Kunststoffgehäuse spröde, Feuchtigkeit fördert Korrosion an metallischen Teilen. Ideal ist die Aufbewahrung in einem trockenen Schuppen oder einer Garage, idealerweise hängend oder auf einer Halterung, sodass die Klingen keinen Bodenkontakt haben.

Die physikalischen Prinzipien hinter sauberen Schnitten

Jeder saubere Schnitt folgt denselben mechanischen Gesetzen. Die Qualität des Schnitts wird durch drei Hauptfaktoren bestimmt: Scherkraft, Schnittwinkel und Reibungskoeffizient. Diese Prinzipien gelten universell, unabhängig von der Größe oder dem Typ des Schneidwerkzeugs.

Scharfe, gleichmäßig bewegte Klingen erzeugen einen Schnitt, bei dem das Holz sauber getrennt wird, ohne dass Fasern ausreißen. Die Schneidgeometrie spielt dabei eine entscheidende Rolle: Der Winkel, in dem die Schneide auf das Material trifft, bestimmt, ob das Holz geschnitten oder eher gequetscht wird. Ein zu stumpfer Anstellwinkel erzeugt Druck statt Schnitt, was zu ausgefransten Schnittkanten führt.

Konzentriert sich die Energie auf eine zu kleine Fläche – etwa bei abgenutzten oder beschädigten Zähnen – wird das Holz eher gerissen als getrennt. Man sieht dies an den typischen Faserschäden, die bei schlecht gewarteten Geräten auftreten: Das Holz splittet auf, die Rinde reißt ein, und die Wunde bietet Eintrittspforten für Krankheitserreger. Professionelle Gärtner erkennen sofort, ob eine Hecke mit scharfem oder stumpfem Werkzeug geschnitten wurde.

Die Klingenform ist bei den meisten Strauchschneidern zweiseitig geschliffen, sodass der Schnitt sowohl beim Hin- als auch beim Rückhub erfolgt. Diese Doppelwirkung erhöht die Effizienz erheblich – jede Bewegung wird produktiv genutzt. Doch nur bei hoher Synchronisation der gegenläufig bewegten Zahnreihen bleibt der Schnitt wirklich glatt und präzise.

Schon wenige Zehntel Millimeter Versatz zwischen den beiden Schneiden führen zu spürbaren Vibrationen und Unebenheiten im Schnittbild. Dieser Versatz entsteht im Laufe der Zeit durch Verschleiß der Lagerungen oder durch Verformungen nach Stößen gegen harte Gegenstände. Regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls Nachstellung der Klingenführung sind daher wichtig.

Die Wahl der Klingenlänge beeinflusst weniger die Reichweite als vielmehr die Schnittstabilität und Kontrolle. Kürzere Klingen unter 50 cm bieten bessere Kontrolle und Präzision, sind ideal für detaillierte Formschnitte und kleinere Pflanzen. Längere Klingen über 60 cm ermöglichen eine größere Arbeitsbreite und schnelleres Vorankommen bei großen Flächen, erzeugen jedoch stärkere Hebelkräfte und Rückschlagmomente.

Hier zeigt sich das fundamentale Prinzip: Präzision steht im direkten Verhältnis zur Kontrolle der Hebelwirkung. Je länger das Schwert, desto größer die Masse, die bewegt werden muss, und desto stärker die Trägheitskräfte bei Richtungswechseln. Für filigrane Arbeiten ist ein kürzeres, leichteres Gerät fast immer die bessere Wahl.

Praktische Kriterien, die selten beachtet, aber entscheidend sind

Viele Käufer achten primär auf Leistung, Marke und Preis, übersehen dabei aber die Faktoren, die im täglichen Einsatz den echten Unterschied machen. Diese Details fallen oft erst nach Wochen oder Monaten der Nutzung auf – dann aber umso deutlicher.

Die Lautstärke wird häufig unterschätzt. Die Geräuschentwicklung erhöht nicht nur die Lärmbelästigung für die Umgebung, sondern auch den eigenen Ermüdungsgrad. Permanenter Lärm wirkt stressauslösend und beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit. Ein Wert unter 88 dB ist ideal für längere Arbeitssitzungen und schont das Gehör. Bei Elektromodellen ist eine professionelle Zugentlastung am Kabelausgang essentiell. Sie verhindert das Ausreißen des Steckers bei ruckartigen Bewegungen und erhöht die Sicherheit erheblich.

Die Schwerpunktlage beeinflusst die Handhabung fundamental. Geräte mit vorderlastigem Gewicht – Schwerpunkt nahe der Klinge – schneiden tendenziell exakter, da sie sich leichter gegen die Hecke drücken lassen. Sie ermüden aber schneller, da der Hebel ungünstig wirkt. Hecklastige Modelle mit Schwerpunkt nahe dem Griff bieten bessere Manövrierbarkeit und geringere Armbelastung, erfordern aber mehr Fingerspitzengefühl für präzise Schnitte.

Die Nachlaufzeit nach dem Loslassen des Schalters ist ein direkter Sicherheitsindikator. Je länger die Klingen weiterlaufen, desto höher das Verletzungsrisiko. Moderne Geräte mit elektronischer Schnellbremse stoppen in deutlich unter einer Sekunde. Ältere oder einfache Modelle können mehrere Sekunden benötigen – ein erheblicher Unterschied im Notfall.

Abnehmbare Messerleisten oder werkzeuglos zu öffnende Klingenschutz erleichtern Reinigung und Schärfung erheblich. Bei manchen Modellen ist für jede Wartung eine aufwendige Demontage nötig, was in der Praxis dazu führt, dass die Pflege vernachlässigt wird. Gut durchdachte Konstruktionen erlauben Zugang zu allen wartungsrelevanten Teilen in wenigen Handgriffen.

Wer diese scheinbar kleinen Punkte beim Kauf berücksichtigt, spart später viel Aufwand – und oft Reparaturen, die vermeidbar gewesen wären. Der Mehrpreis für durchdachte Details amortisiert sich meist bereits in der ersten Saison durch geringeren Frust und höhere Arbeitseffizienz.

Umweltaspekte und Energieeffizienz moderner Strauchschneider

Mit zunehmender Sensibilität für ökologische Fragen werden Gartengeräte nicht mehr nur nach Leistung und Preis, sondern auch nach Umwelteigenschaften bewertet. Die Wahl des Antriebssystems hat dabei direkte Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck.

Elektromodelle punkten durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe direkt am Einsatzort. Sie produzieren keine Abgase, keinen Ölnebel und keine Kraftstoffdämpfe. Der höhere Wirkungsgrad von Elektromotoren gegenüber Verbrennungsmotoren führt zu einem insgesamt günstigeren Energieprofil – selbst wenn man die Verluste bei der Stromerzeugung einrechnet.

Auch die Geräuschreduzierung hat eine ökologische Dimension, die oft übersehen wird. Weniger Lärm bedeutet weniger Belastung für Tiere im Gartenökosystem. Vögel, Igel und Insekten werden durch laute Gartengeräte gestört, in ihrer Kommunikation beeinträchtigt und manchmal sogar vertrieben. Wer regelmäßig in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden arbeitet, stört mit leisen Elektrogeräten die Tierwelt deutlich weniger.

Zudem setzen einige Hersteller auf austauschbare Akkusysteme, die mit anderen Gartengeräten der gleichen Marke kompatibel sind. Dieses modulare Konzept senkt den Materialver

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